Sep 22 2010


Atommüll mit Gottes Segen?

Bundesregierung plant Privatisierung der Endlager

Einem Bericht des Rheinischen Merkurs zufolge, plant die Bundesregierung die Atommüllendlager
zu privatisieren.
Insbesondere würde erwogen die Betriebsorganisation an die katholische Kirche zu übertragen.
Zurzeit bereite die Bundesregierung eine Gesetzesänderung vor um, die Übertragung an Dritte möglich zu machen.
Insbesondere wegen ihres langen Bestehens, werde die Katholische Kirche im Umweltministerium als Favoritin gehandelt. Atommüll muss bis zu 100000 Jahren gelagert werden, bis er nicht mehr schädlich ist.
„Durch die langen Lagerzeiten die für Atommüll notwendig sind bedarf es einer Organisation, die auch so lange bestehen kann“, wird ein Vertrauter aus Röttgens Umweltministerium zitiert.
„Das heilige römische Reich bestand keine 1000 Jahre, die Bundesrepublik bisher nur 60, da sind die Katholen beständiger.“
Fraglich ist unterdessen noch, wie die Katholische Kirche zu diesen Plänen steht.
Zwar berichtet der Merkur auch davon, dass es auf der Herbstversammlung der Bischofskonferenz darum gehen wird, doch auf Nachfrage gibt sich diese vorsichtig:
„Sollte es dieses Angebot geben, wären wir natürlich geschmeichelt. Sicherlich wäre es eine gute Gelegenheit vertrauen zurückzugewinnen. Das letzte Wort müsste natürlich der Monsignore Heilige Vater, gell, haha“, so der Sprecher von Bischof Zollitsch mit gesenkter, sehr leiser Stimme und verschmitztem Lächeln.
Experten des Bundesamtes für Strahlenschutz und Reaktorsicherheit sind allerdings skeptisch, da die Katholische bisher nur „sehr eingeschränkt über Fähigkeiten im Umgang mit hochradioaktivem Material verfüge und auch in den Bereichen Bergbau und Geologie sich bisher nicht nennenswert hervorgetan habe.“

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